Der Solarpark Osterhagen im Landkreis Göttingen geht jetzt ans Netz: Mit jährlich rund 10,1 Millionen produzierten Kilowattstunden (kWh) leistet die neue Freiflächenanlage einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromversorgung und kann rechnerisch rund 3.080 Haushalte versorgen.
Auf einer Fläche von 8,6 Hektar wurden insgesamt 17.616 Photovoltaikmodule installiert, die eine Gesamtleistung von 10,65 Megawattpeak (MWp) erbringen. Der Bau des Solarparks wurde von der Energiesysteme Groß GmbH & Co. KG (ESG) aus Niestetal bei Kassel realisiert. Eigentümer der Flächen ist Frank Belzer.
Nachhaltigkeit im Fokus: Biodiversitätskonzept und Doppelnutzung
Der Solarpark wurde von Beginn an mit einem ökologischen Gesamtkonzept geplant. Die mit Modulen überstellte Fläche beträgt unter 60 % der Gesamtfläche, wodurch eine extensive landwirtschaftliche Nutzung parallel möglich ist. Der Standort wird mit gebietsspezifischem Saatgut eingesät, auf Pflanzenschutzmittel und Dünger wird vollständig verzichtet. Die Pflege übernimmt ein regionaler Schäfer, zudem wurde ein Bienenvolk zur Förderung der Biodiversität angesiedelt.
Ein umlaufender Zaun mit bodennaher Öffnung ermöglicht Kleintieren wie Feldhasen und Füchsen den Durchgang. Die Fläche ist durch eine Hecke eingefasst. Die CO₂-Einsparung beläuft sich auf rund 6.932 Tonnen pro Jahr.

Technik und Umsetzung
Die aktive Bauphase begann mit dem Spatenstich am 20. August 2024. Die Unterkonstruktion wurde im Spätsommer errichtet, die Modulintegration erfolgte im Herbst. Die Netzanschlussstation befindet sich auf einem benachbarten Flurstück in Kooperation mit einem weiteren Eigentümer.
Kommune profitiert mit
Wie bei anderen ESG-Projekten wird auch die Stadt Bad Lauterberg mit dem Ortsteil Osterhagen wirtschaftlich beteiligt: Sie erhält zusätzlich zur Gewerbesteuer 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde.
Batteriespeicher geplant
ESG denkt die Energiewende ganzheitlich – deshalb ist auf der gleichen Fläche bereits ein Folgeprojekt vorgesehen: Ein Batteriespeicher soll die Effizienz der Stromnutzung erhöhen und zur Netzstabilität beitragen.
